Ein Artikel von
Hauke Eilers

Die Top 5 Schwangerschaftsmythen 

Es gibt eine ganze Reihe an Schwangerschaftsmythen, denen eine schwangere Frau sich früher oder später im Bekanntenkreis stellen muss. Diese Ammenmärchen sind aber in aller Regel ziemlich haltlos und entspringen maximal den Beobachtungen bei einzelnen Schwangerschaften oder auch Geburten. Trotzdem halten sie sich zum Teil sehr stark und werden nach wie vor verbreitet. Aber welche sind die Top 5 Mythen rund um die Schwangerschaft, die man immer wieder lesen kann und zu hören bekommt? Ich habe 5 Schwangerschaftsmythen für Euch aufgelistet und diese au ihre Korrektheit überprüft.

Schwangerschaftsmythen

Mythos Nummer 1: Haben schwangere Frauen seltsame Gelüste?

Wohl jede schwangere Frau bekommt früher oder später die Frage nach ihren Gelüsten gestellt oder ob sie bereits saure Gurken mit Schokocreme gegessen habe. Immerhin haben Schwangere doch fast automatisch solche seltsamen Gelüste – nach Softeis mit Pommesgewürz, nach Rollmöpsen und Co., oder etwa nicht?

Richtig ist: der Geschmacks- und auch Geruchssinn kann sich in der Schwangerschaft verändern und es ist tatsächlich möglich, dass Frauen während der Schwangerschaft Dinge essen, die ihnen ansonsten nicht schmecken – wie zum Beispiel Griesbrei -, aber echte Gelüste nach sauren Gurken und Co. haben tatsächlich nur die wenigsten Frauen. Heißt also: diesen Mythos kann man inzwischen widerlegen – die Frage nach den Gelüsten wird uns aber wohl noch viele Jahrzehnte lang begleiten.

Mythos Nummer 2: Schadet ein Gläschen Sekt in der Schwangerschaft?

Vielfach heißt es, dass Schwangere gar nicht komplett auf Alkohol verzichten müssen. Ein Gläschen Sekt oder ein Glas Wein schade dem ungeborenen Baby doch nicht. Aber ist das auch wirklich so? Nein! Auch dieser gehört zu den Schwangerschaftsmythen, die sich nicht bewahrheiten. Selbst kleine Mengen Alkohol können dem Ungeborenen massiven Schaden zufügen. In einigen Phasen der Schwangerschaft trifft dies verstärkt zu. Um ihrem Baby nicht zu schaden, sollte eine Schwangere lieber vollständig auf Alkohol verzichten und so das Risiko auf Fehlentwicklungen und ähnliches reduzieren.

Mythos Nummer 3: Verrät der Bauch, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?

Ist der Bauch der werdenden Mutter eher spitz, wird es ein Junge – oder doch ein Mädchen? Angeblich verrät die Form des Babybauches, welches Geschlecht der nahende Nachwuchs haben wird. Und was ist, wenn der Bauch eher rundlich daherkommt? Kurzum: die Form des Bauches hat keine Aussagekraft darüber, was für ein Geschlecht das Baby haben wird. Sicherer ist die Aussage eines Arztes nach dem Ultraschall oder auch eine Gen-Untersuchung. Welche Form der Babybauch der werdenden Mama hat, spielt beim Geschlecht jedoch keine Rolle. Also auch hier wieder nur eine Aussage aus dem Bereich Schwangerschaftsmythen.

Schwangerschaftsbauch

Mythos Nummer 4: Deutet starkes Sodbrennen in der Schwangerschaft darauf hin, dass das Baby mit Haaren auf die Welt kommt?

Leidet eine Frau während der Schwangerschaft unter starkem Sodbrennen, kommt das Baby bereits mit einer wunderbaren Haarpracht zur Welt – und andersherum deutet fehlendes Sodbrennen demnach darauf hin, dass das Baby glatzköpfig zur Welt kommen wird. Tatsächlich? Nein, auch dieser Mythos unter den vielfältigen Schwangerschaftsmythen hält sich hartnäckig, lässt sich jedoch nicht belegen. Starkes Sodbrennen ist somit kein Anzeichen dafür, dass euer Baby bereits mit vielen Haaren auf dem kleinen Köpfchen zur Welt kommen wird. Auch die Erfahrungsberichte vieler Schwangeren zeigen eher, dass dieser Mythos nicht haltbar ist.

Mythos Nummer 5: Sollten schwangere Frauen Katzen meiden?

Wird eine Frau schwanger, sollte sie ihre Katzen abgeben oder zumindest den Kontakt zum Stubentiger meiden. Ist da was dran? Nicht direkt. Richtig ist, dass Schwangere sich zum Schutz vor Toxoplasmose nicht direkt mit Katzenkot “befassen” sollten. Beim Reinigen der Katzentoilette sollten daher besser Gummihandschuhe getragen werden. Eine Katze muss aufgrund einer bestehenden Schwangerschaft allerdings nicht abgegeben oder aus dem Haus verbannt werden. Wer bereits mit Toxoplasmose infiziert war, kann sich und das entstehende Leben übrigens gar nicht mehr infizieren – ein Toxoplasmose-Test beim Frauenarzt kann hier bereits zu Beginn der Schwangerschaft Klarheit bringen.

Welche Schwangerschaftsmythen rund um Eure Schwangerschaft sind Euch bereits über den Weg gelaufen? Womit wurdet Ihr vielleicht sogar direkt konfrontiert?