Ein Artikel von
Lena Gierl

Kinderkrankheit Windpocken 

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Was man als Eltern tun kann!

achtung elternme

1. Bettruhe:

Falls Fieber vorhanden ist, sollten Sie auf die Bettruhe des Kindes achten.

2. Fingernägel des Kindes kürzen:

Da durch das Kratzen das Risiko für eine weitere Infektion mit Bakterien erhöht wird und durch das Aufkratzen auch Narben entstehen können.

3. Kühle Umschläge:

Windpocken ist durch einen starken Juckreiz gekennzeichnet. Kühle Umschläge helfen die Symptome zu lindern

4. Ablenkung:

Wie erwähnt beeinträchtigt starkes kratzen die Diagnose und kann im schlimmsten Fall durch Superinfektionen zu schlimmeren Komplikationen führen. Versuchen Sie Ihr Kind durch Vorlesen, Spielen und Beschäftigungen vom Jucken abzulenken

5. Windeln wechseln:

Falls ihr Kind noch Windeln tragen sollten, sollten Sie diese bei einer Erkrankung häufig wechseln.

Steckbrief Windpocken

Windpocken ist eine Viruserkrankung. Erreger ist das Virus Varizella-Zoster. Diese Erkrankung ist hochansteckend und wird durch die Luft übertragen. Die Erkrankung zeigt einen typischen Ausschlag, der am gesamten Körper auftritt, mit kleinen flüssigkeitsgefüllten Bläschen in unterschiedlichen Stadien (sogenanntes Sternhimmel-Phänomen), die auch an der behaarten Kopfhaut auftreten können.

Steckbrief Krankheit

An den Schleimhäuten zeigen sich Schleimhautverletzungen. Ein weiteres Merkmal ist der starke Juckreiz. Windpocken sind 2 Tage vor dem Hautausschlag bis 5 Tagen nach dem Hautausschlag ansteckend.  In der Regel heilt die Krankheit folgenlos innerhalb einer Woche aus. Windpocken kann man nur einmal im Leben haben, nach einer Windpocken-Infektion besteht eine lebenslange Immunität. Im Erwachsenenalter kann es zu einer Reaktivierung der Erkrankung kommen, die jedoch zu einem anderen Krankheitsbild führt, nämlich der Gürtelrose.

Schwere Verläufe der Windpocken zeigen sich besonders bei Neugeborenen, die weniger als drei Wochen alt sind (durch eine Übertragung einer erkrankten Mutter) und grundsätzlich bei immungeschwächten älteren Personen. Aus diesem Grund sollten ältere Personen Kinder mit Windpocken meiden. Bei schweren Verläufen ist eine antivirale Therapie erforderlich.

Krankheitserreger

Erreger Windpocken

Erreger der Windpocken ist das Varizella-Zoster-Virus (=Humanes Herpesvirus Typ 3), welches bei einer Ersterkrankung zu Windpocken führt und bei einer Reaktivierung zur Gürtelrose.

Übertragen wird der Erreger meistens durch Tröpfcheninfektion (beim Niesen, Sprechen, Husten durch kleine Speichel-Tröpfchen, die durch die Luft fliegen -> Stichwort WINDpocken) oder durch direkten Kontakt. Die Erkrankung bricht ein bis drei Wochen nach der Infektion aus (8 bis 28 Tage) und ist hochansteckend! Die Erreger der Windpocken kommen weltweit vor. Im Winter und Frühling kommt es gehäuft zu einer Erkrankung.

Symptome Windpocken

Symptome Windpocken

Es finden sich zeitgleich flüssigkeitsgefüllte und eitergefüllte Bläschen (Sternhimmelphänomen) am gesamten Körper in verschiedenen Stadien. Vor allem aber an behaarter Kopfhaut, Gesicht und Stamm des Kindes mit starkem Juckreiz. Zusätzlich fühlt sich das Kind schwach mit Kopf- und Gliederschmerzen und leichtem Fieber.

Der Ausschlag verschwindet häufig nach ca. einer Woche.

Weitere Formen der Windpocken

Krankenhaus Notfall Kinder

Varizellen-Embryopathie

Diese Form der Varizellen-Infektion betrifft das ungeborene Kind, wenn die Mutter vor der 20.SSW zum ersten Mal an Windpocken erkrankt. Komplikationen können Hirn-Defekte, geistige Behinderung und Defekte an der Haut und Muskulatur sein

Neonatale Windpocken

Bei einer Infektion mit Windpocken um den Geburtstermin herum.

  1. Infektion findet weniger als eine Woche vor der Geburt statt (5 bis 2 Tage vor der Geburt)
    Neugeborene erkranken an Windpocken in den ersten Lebenstagen. Symptome sind hierbei ganz unterschiedlich: Lungenentzündung, Hautbläschen, Entzündung der Leber oder sogar Entzündung im Gehirn

  2. Infektion 3 bis 1 Woche vor der Geburt (21 Tage bis 5 Tage)
    leichter Verlauf, da durch die Mutter ein Immunschutz mitgegeben wird. Kind wird mit typischen Windpockenbläschen geboren.
Windpocken

Komplikation Windpocken

Die Haut kann neben den typischen Infektion durch das Varizella.Virus mit den einhergehenden Bläschen auch noch durch verschiedene weitere Bakterien infiziert werden. Unter anderem mit Bakterien, die auf der normalen Hautflora vorkommen (z.B. Streptokokken).

Dies kann zu verschiedenen Komplikationen wie Entzündung der Hirnhäute oder weiteren Organen führen.

Wie oben bereits genannt: Varizellenembryopathie und Neonatale Varizellen

Bei Reaktivierung kommt es zu einer Gürtelrose (Herpes zoster).

Diagnostik Windpocken

Durch den typischen Krankheitsverlauf ist die Diagnosestellung für einer Fachkundigen einfach.

Die Diagnose kann gesichert werden, indem der Bläscheninhalt auf das Varizella-Zoster-Virus untersucht wird.

Stethoskop

Welche Erkrankung kommt noch in Frage?

In der Kinderheilkunde gibt typische und häufige Krankheitsbilder, die mit Ausschlägen einhergeht. Dazu gehören

  1. Masern
  2. Scharlach
  3. Röteln
  4. Ringelröteln
  5. 3-Tage-Fieber

Darüber hinaus gibt es aber natürlich noch weiter Erkrankungen wie beispielsweise die ansteckende Borkenflechte als weitere in Betracht kommende Diagnose.

Medikamente

Therapie Windpocken

In der Regel reicht eine symptomatische Therapie mit einer Zinkmixtur gegen den Juckreiz.  

Bei schweren Verläufen ist eine antivirale Therapie erforderlich.
Bei einer Superinfektion erhält das Kind Antibiotika-Tabletten.

Prognose

Die Diagnose der Windpocken ist gut.  
Windpocken heilen in den meisten Fällen folgenlos aus. Durch starkes Kratzen kann es zu einer weiteren Infektion mit Bakterien und zu einer Narbenbildung kommen.  Durch die lebenslange Immunität kann man an Windpocken nur einmal im Leben erkranken.
Im Erwachsenenalter kann es zu einer Reaktivierung kommen in Form einer Gürtelrose (gruppierte Bläschen an der Haut mit einhergehenden Schmerzen)


Schutzmaßnahmen

Infektiöse Kinder sollten isoliert werden, um nicht weitere Personen anzustecken (hohes Infektionsrisiko).

Impfung: Ja

Seit 2004 ist die Varizellen-Schutzimpfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen. Ebenfalls sollten Frauen mit Kinderwunsch geimpft werden, die seronegativ sind (also keinen Impfschutz haben).

Ohne einen Impfschutz kann es zu einem sogenannten fetalen Varizellensyndrom kommen. Das Virus wird hierbei von einer erkrankten Mutter auf das Kind übertragen. Dies kann zu verschiedenen Komplikationen wie Fehlbildungen führen.

Es wird eine Impfung mittels eines kombinierten MMRV-Impfstoffes empfohlen (Impfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen).


Quelle

Robert-Koch-Institut: Windpocken,

Herpes zoster (Gürtelrose), RKI-Ratgeber für Ärzte.

Bild

Windpocken

Von Thomas Netsch - de.wikipedia.org: 13:13, 5. Mai 2005 . . Thomas Netsch (Diskussion) . . 1371 x 1384 (111021 Byte) (*Beschreibung: Kleinkind mt Windpocken im Gesicht*Quelle: selbst

fotografiert am 14. Juni 2004 *Fotograf: Thomas Netsch *Lizenzstatus: Public Domain {{Bild-PD}} ), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=171594

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