Ein Artikel von
Lena Gierl

Was ist ein Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)? 

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Was ist ein Gestationsdiiabetes?

eis elternme

Es handelt sich beim Schwangerschaftsdiabetes (=Gestationsdiabetes) um einen in der Schwangerschaft zum ersten Mal aufgetretenen Diabetes. Hierbei spielt es keine Rolle, ob diese Diabetesform nach der Schwangerschaft noch besteht. Meistens zeigen sich hierbei keine auffälligen Symptome.

Ursachen für den Schwangerschaftsdiabetes

Beim Diabetes mellitus handelt es sich allgemein um eine gestörte Verwertung von Kohlenhydraten im besonderen Glukose (Einfachzucker). Diese Erkrankung ist eine Stoffwechselerkrankung der Industrienationen, die sich durch erhöhte Blutzuckerwerte kennzeichnet. Während der Schwangerschaft ist der Bedarf von Insulin verändert.

In der Frühschwangerschaft, dem ersten Drittel der Schwangerschaft, ist neigen Frauen zu einer Hypoglykämie (“Unterzuckerung”), da Insulin verstärkt ausgeschüttet.

Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft zeigt sich hormonell bedingt eine zunehmende Insulinresistenz (die Ausschüttung und Wirkung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin nimmt ab), die nach dem Essen zu erhöhten Blutzuckerwerten führt.

Der Schwangerschaftsdiabetes zeigt sich daher eher seltener in der Frühschwangerschaft, sondern eher im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft.

Risikofaktoren Schwangerschaftsdiabetes

Die Risikofaktoren für einen Diabetes während der Schwangerschaft sind die gleichen wie für einen Typ-2-Diabetes. Frauen mit einer entsprechenden erblichen Veranlagung zeigen ein erhöhtes Risiko. Ebenso haben Umweltfaktoren einen Einfluss.

 Folgende Faktoren erhöhen das Risiko besonders:

  • Übergewicht: BMI >27
  • hohes Alter
  • Vorangegangene Fehlgeburten
  • Schwangerschaftsdiabetes in einer vorangegangen Schwangerschaft
  • Frühgeburt eines schweren Kindes (> 4.500g)
  • Familienangehöriger 1. Grades mit Diabetes mellitus

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Waage

Neuste Studien (Wei 2014 LoE 1+; Zhang 2015 LoE 1+/LoE 1-) zeigen, dass auch ein Vitamin-D-Mangel, das Risiko für einen Gestationsdiabetes erhöht. Schwangere mit Übergewicht sollten bei der Schwangerschaftsplanung beginnen, einen gesünderen Lebensstil anzufangen.

Wie wird ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt?

Wasserglas

Da häufig keine Symptome zu erkennen sind, wird vor der 24. SSW bei Schwangeren mit Risikofaktoren der Nüchternblutzucker bestimmt. Bei werten zwischen 92-125 mg/dL (5,1 - 7 mmol/L) liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor, bei noch größeren Werten ein Diabetes mellitus.

Bei Schwangeren zwischen der 24. und 28. SSW wird ein sogenannter oraler Glucosetoleranztest durchgeführt. Hierbei wird der Nüchternblutzuckerbestimmt und der Blutzucker nach zwei Stunden nach der Einnahme von 75 g Glucose.

Der orale Glucosetoleranztest wird allen Schwangeren empfohlen!

Es liegt ein Gestationsdiabetes vor, wenn einer der folgenden Werte beim oralen 75 g Glucosetoleranztest erreicht ist:

  • Nüchtern: ≥ 92 mg/dl (5,1 mmol/l)
  • Nach einer Stunde: ≥ 180 mg/dl (10,0 mmol/l)
  • Nach zwei Stunden: ≥ 153 mg/dl (8,5mmol/l)

Therapie Schwangerschaftsdiabetes

Als Therapie eignet sich eine moderate Kalorienreduzierte Ernährung.Falls eine Ernährungsumstellung nicht funktioniert, muss Insulin gegeben werden.

Gemüse

Komplikation Schwangerschaftsdiabetes

achtung elternme

Komplikation und Gefahren für die Mutter

  • Harnwegsinfekte
  • Erhöhtes Risiko für Fehlgeburten und Frühgeburten
  • Erhöhter Blutdruck
  • Notentbindung im Rahmen eines sogenannten HELLP-Syndroms

 

Komplikation und Gefahren für das Kind

  • Atemnotsyndrom
  • Herzschäden durch Einlagerung von Glykogen in den Herzmuskel
  • Bei schlecht eingestelltem Diabetes ist das Risiko für Fehlbildungen am Herzen und im Darm erhöht
  • Durch erhöhte Insulinspiegel im ungeborenen Kind kann sich nach der Geburt eine Unterzuckerung zeigen

Prognose Schwangerschaftsdiagnose

In den meisten Fällen ist diese Diabetes-Form nach der Schwangerschaft wieder vorbei. Es bleibt jedoch das Risiko bei einer weiteren Schwangerschaft wieder einen Gestationsdiabetes zu erhalten (ca. 50%) oder einen dauerhaften Diabetes mellitus. Das Risiko innerhalb von 10 Jahren einen Diabetes mellitus zu erhalten liegt bei bis zu 50%.


Quelle:

Herold et al.: Innere Medizin. 

Dietel et al.: Harrisons Innere Medizin (2 Bände)

Schäfer-Graf et al.: S3-Leitlinie Diabetes und Schwangerschaft. Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)

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