Ein Artikel von
Lena Gierl

Interview mit Kinderarzt Dr. Kiefer 

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Dr. med. Axel Kiefer war sich schon als kleiner Junge sicher: Kinderarzt wollte er werden - sonst nichts. In Nürnberg in der Kinderklinik hat er damals seinen Herzensweg gleich nach dem Studium begonnen, welchen er heute nach wie vor glücklich ausübt – jedoch nun als niedergelassener Arzt in seiner eigenen Praxis in Landau an der Isar.

Was es beim Kinderarzt zu beachten gibt, darüber haben wir mit ihm gesprochen und im Folgenden für Euch zusammengefasst.

Die erste U-Untersuchung

Wusstet Ihr, dass Versicherungen Anmerkungen bei der U1 und der U2, die von Hebammen eingetragen wurden, als fragwürdig betrachten? Eigentlich sollte dieser erste Eintrag von einem Arzt kommen. Dr. med. Kiefer meint hierzu, dass es ihm als Kinderarzt grundsätzlich egal sei, von wem der Eintrag kommt. Wichtig ist nur, dass ein Arzt den Eintrag unterzeichnet und somit die Verantwortung für die Angaben übernimmt. Dadurch kann man davon ausgehen, dass die Angaben der Hebamme korrekt sind. Das Wichtigste für den Kinderarzt ist hierbei immer noch das, was die Angabe aus dem U-Heft über die Gesundheit Eures Lieblings aussagt.

Werden zusätzliche Untersuchungen empfohlen?

Wenn bei Eurem Kind alles soweit in Ordnung ist, werden bereits die Untersuchungen U3 und U4 bei einem Kinderarzt Eurer Wahl gemacht. Die Krankenkasse übernimmt hierbei alle Kosten. Über diese Untersuchungen hinaus würde Dr. med. Kiefer im ersten Jahr nicht unbedingt mehr beziehungsweise zusätzliche Untersuchungen empfehlen, denn die vorgeschriebenen reichen vollkommen aus.

Die dabei enthaltene Hüftsonografie und der Hörtest werden in den meisten Fällen von den niedergelassenen Kinderärzten mit untersucht. Nur in seltenen Fällen haben Kinderärzte nicht die Möglichkeit dies in ihrer eigenen Praxis zu machen und Ihr müsst dafür ins Krankenhaus.

Wenn bei Eurem Kind alles soweit in Ordnung ist, werden bereits die Untersuchungen U3 und U4 bei einem Kinderarzt Eurer Wahl gemacht. Die Krankenkasse übernimmt hierbei alle Kosten. Über diese Untersuchungen hinaus würde ich im ersten Jahr nicht unbedingt mehr beziehungsweise zusätzliche Untersuchungen empfehlen, denn die vorgeschriebenen reichen vollkommen aus.

Dr. med. Axel Kiefer

Kinderarzt

Ein Mangel an Kinderärzten?

Auf die anschließende Frage, wie er denn die Situation der Kinderärztedichte auf dem Land einschätzen würde, war seine klare Antwort:

“Auf dem Land ist die Situation einfach schlecht – in der Großstadt auch.”
Dies macht es den Eltern sehr schwierig einen Termin bei den Kinderärzten zu bekommen, obwohl diese auf Hochtouren arbeiten und versuchen niemanden zu lange warten zu lassen. Da die Patienten grundsätzlich meist gemischt versichert sind, versucht Dr. Kiefer keine Unterscheidungen zwischen Privatpatienten und gesetzlich versicherten Kindern zu machen. Bei Praxen, die fast nur gesetzlich versicherte Kinder behandeln, kann dies anders ablaufen – gar nicht, weil sie Privatpatienten vorziehen wollen, sondern weil es ihnen finanziell schwer fällt ausschließlich gesetzlich versicherte Kinder zu behandeln.

Es hängt natürlich auch viel von der Organisation und der Kapazität des Kollegiums ab, wie kurz beziehungsweise lang die Wartezeiten in den jeweiligen Praxen sind. Viele Kinderarztpraxen arbeiten auf Hochtouren und machen etliche Überstunden, um den Mangel an Kinderärzten auszugleichen.

Welche Impfungen werden empfohlen?

Welche Impfungen werden denn eigentlich von einem Kinderarzt empfohlen? Diese Frage hat eine leichte Antwort: “Eigentlich alle.” Damit meint der Kinderarzt alle Impfungen, die in der 6-fach Impfung beinhaltet sind. 

Wie oft sollte man mit einem Baby zum Arzt gehen?

Neben den geplanten U-Untersuchungen und den Impfungen braucht Ihr im Normalfall nicht zum Arzt gehen, außer natürlich Ihr entdeckt etwas ungewöhnliches an Eurem Baby oder es wird krank. Jedoch wird die Gesundheit des Säuglings nicht nur bei den normalen Untersuchungen durchgecheckt, sondern auch vor jeder Impfung. Dadurch stellt sich in den ersten acht Monaten eine Besuchsfrequenz beim Arzt von circa sechs bis acht Wochen ein. Wenn bei der Vorsorge etwas auffällig ist, wird natürlich empfohlen zur Kontrolle zu kommen.

Grundsätzlich gilt die Devise: Geht lieber einmal mehr zum Arzt oder ruft beim Kinderarzt Eures Vertrauens an, um Euch einen ruhigen Schlaf zu sichern. 😉